Salzkristalle züchten

Das Verständnis für Kistallgitter und die Art und Weise, wie sich Atome und Moleküle an einander lagern ist eine komplizierte Thematik und ist mit einer praktischen Anwendung, wie nahezu alles in der Wissenschaft, wesentlich anschaulicher.

Dazu ist die Zucht von Salzkristallen sehr gut geeignet. Außerdem ist es eine schöne Beschäftigung, an denen sowohl Erwachsene, als auch Kinder Freude haben. Damit das Ergebnis auch gut aussieht, müssen einige Dinge beachtet werden.

1) Die Salzlösung

Damit der Kristall möglichst fehlerfrei ist, sollte destilliertes Wasser verwendet werden. Leitungswasser enthält verschiedene Salze, die das Kristallgitter stören können und das Ergebnis negativ beeinflussen. Zum Salzkristall züchten kann Kochsalz, also Natriumchlorid verwendet werden, oder andere Salze wie Alaun oder Kupfersulfat. Für Natriumchlorid eignet sich Spülmaschinensalz besser als Speisesalz, da es kein Jod enthält. Zur Herstellung der Lösung wird das Wasser erhitzt und so viel Salz zugefügt, bis es sich nicht mehr löst.

2) Vorbereitung des Kristalls

Die heiße Salzlösung wird abgegossen, sodass nicht gelöstes Salz im ersten Gefäß verbleibt. Das Wasser kühlt aus und es bilden sich die ersten Kristalle. Diese können lose gezüchtet werden, auf einem Stein, um wie natürliche Mineralien auszusehen oder später an einem Faden weiter gezüchtet werden.

3) Die Zucht

Je nachdem welche Methode man zum Salzkristall züchten gewählt hat, geht man nun entsprechend vor:

1. Man züchtet einen ausgesuchten Kristall lose weiter
2. Man züchtet Kristalle auf einem Stein
3. Man züchtet einen ausgesuchten Kristall an einem Faden oder einer Schnur weiter

Bei allen Methoden wird der Kristall in frischer, bereits abgekühlter Lösung weiter gezüchtet. Temperaturschwankungen führen zu Fehlern im Kristallgitter! Der Kristall darf nicht austrocknen und muss regelmäßig in frische Lösung gegeben werden bis zum Erreichen der Wunschgröße!

Videoanleitung zum Salzkristalle züchten: